Konzept

Hallo!

Wir machen “FICKO – Magazin für gute Sachen. Und gegen schlechte.”.

Ziel dieses Magazins ist die vollständige Entdeppung der Welt durch

1) Förderung von guten Sachen
2) Bekämpfung von schlechten Sachen.

Das hört sich viel komplizierter an, als es ist. Im Endeffekt sollen alle Beteiligten Spaß haben. Wenn man nebenbei noch etwas lernt, die Welt rettet oder etwas findet, mit dem sich die Biografie auch im Nachhinein gern füllt, umso besser!

Wir wollen absolut alles aufnehmen, was im Heft oder auf der Website möglich ist. Zur Übersichtlichkeit beitragen sollen die drei Kategorien

Freiheit, Kunst & Leben.

Sachen in der Kategorie Freiheit beschäftigen sich mit explizit politischen Inhalten, unter Kunst findet man Kunst und Unkunst in allen möglichen Formen und Leben beschäftigt sich mit dem Rest. Mit dem Alltag. Mit der Lebensfreude, dem Glücklichsein, der Bewältigung des Frustes, dem Essen etc. Mit dem, was eigentlich 80% der Menschheit beschäftigt, aber gar zu selten irgendwie auch im Mittelpunkt des Interesses ist. Wir präsentieren Kurzgeschichten, Essays, Fotos, Grafiken, Lieder, Hörspiele, Videos, Kurzfilme, Illustrationen, Aktionen, Quatsch, Blödsinn, Schwachsinn und Unfug. Und groben Unfug!

Was im Einzelfall gut ist und befürwortet bzw. schlecht ist und bekämpft wird, entscheidet die Redaktion, wir tun also nicht so pseudoobjektiv wie die meisten “seriösen” Medien und vor allem sagen wir, dass wir überhaupt eine Agenda abseits der Verlagsrendite haben. Aber wir sind sehr offen, was Vorschläge und überhaupt insgesamt alles angeht, es muss nur überzeugend sein und darf keine herrenmenschliche Arschlochenergie bergen.

Dieser kämpferische Grundgedanke ist jedoch nur die Basis der redaktionellen Linie und muss AUSDRÜCKLICH NICHT ständig plakativ zu erkennen sein. Die redaktionelle Linie ist die Ausrichtung an der Gutmenschlichkeit, deren theoretische Ausarbeitung im Laufe der Veröffentlichungen auch noch ausgebaut werden soll. Kurz gesagt meinen wir mit dem Terminus “Gutmensch”, der ja ursprünglich aus der rechten und rechtsextremen Ecke kommt und Leute abfällig bezeichnet, die sich für “das Gute” einsetzen und dabei beispielsweise sagen, dass nicht alle Katholiken Terroristen, nicht alle Westdeutschen Nazis und nicht alle Frauen frustriert sind etc., Menschen, die eben dieses “Gute” ebenfalls als Ziel haben. Menschen mit Vorstellungen von einer besseren Welt, die diese auch nach Möglichkeit verwirklichen, die meinungsfreudig sind, tolerant ohne beliebig zu werden, ernsthaft ohne verbissen zu sein, humorvoll, aber nicht auf Kosten Unschuldiger. Also Menschen, die, wenn es denn mehr davon gäbe, die Menschheit retten könnten. Das wiederum hört sich furchtbar elitär an, die Wut auf den Zustand der Welt und das Mitleid mit den Verdummten dieser Erde ziehen nicht an einem Strang, sondern widersprechen sich hier noch. Aber das macht nichts, die Theorie ist noch nicht ganz fertig. Unter dem Stichwort “Gutmenschlichkeit” wird sie unabhängig vom Tagesinhalt ständig weiterentwickelt, Mitdiskutieren ist ausdrücklich erwünscht.

Jetzt zu den Mitteln, die Entdeppung der Welt auf dem Pfad der Überlebensfreude zu erreichen: Natürlich soll sich nicht jeder Beitrag in den drei Kategorien Freiheit, Kunst und Leben explizit mit der Gutmenschlichkeit auseinandersetzen. Das wäre zu anstrengend, zu einseitig, saulangweilig und nicht breitenwirksam genug, um nicht nur Überzeugte zu überzeugen. Obendrein wäre es doch auch sehr vergeistigt und wir wollen auch mal einfach so völlig wahnsinnig über die Stränge schlagen dürfen.

Nein, vielmehr dürfen die Beiträge nur nicht den gutmenschlichen Prinzipien widersprechen und sind ansonsten frei, zu tun und zu lassen, was sie mögen. Niemand will ein völlig zerkopftes Monstrum, das schwer im Magen liegt. Bringt nix, macht auch keinen glücklich. Deshalb auch der offene Untertitel “für gute Sachen”.

Denn viele derjenigen, die fälschlicherweise Gutmenschen genannt werden, sind oft dermaßen verklemmt und verkrampft, dass eine bessere Welt durch ihre Existenz sicher nicht wahrscheinlicher wird. Man kann auch korrekt sein, ohne deswegen ständig schlechte Laune zu haben. Man ist nicht Gutmensch aus Angst, schlechtem Gewissen und zubetoniertem Verdauungstrakt. Sondern weil es mehr Spaß macht, dabei niemandem schadet, der es nicht verdient hat und obendrein der einzige Weg aus der Misere ist. Wir glauben an ein Leben vor dem Tod und sind der Auffassung, dass das manch anderen Menschen auch ganz guttun würde. Die Welt zu retten muss Spaß machen.

Des weiteren gibt es viele Leute, die irgendetwas gut können, aber nicht so wirklich die Möglichkeit haben, dieses Können sinnvoll einzusetzen oder zu präsentieren. FICKO versucht, dem abzuhelfen und bietet ein gewisses Maß an Verbreitung, da wir zumindest im deutsch- und schwäbischsprachigen Raum präsent sein werden.

Einzige Voraussetzung ist eben, dass auch das wirklich gute Zeug bei uns abgeliefert wird.

Wer sich noch nie Gedanken über den Zustand der Welt gemacht hat und jetzt von dieser hochtrabenden Theorie abgeschreckt wird, aber gerne mitmachen würde, darf beruhigt sein: Solange man kein Arschloch ist und etwas kann, darf man auch mitmachen.

Wir wollen nur niemanden, der FICKO-Mitarbeiter werden will, um sich darauf etwas einzubilden.

Wir haben einen hohen Anspruch an die Welt, daher auch an das Heft und uns selbst und das muss sich auf die Mitarbeiter natürlich übertragen. Und neben vielen anderen Dingen sind es diese unsäglichen, dauerironischen, abgehobenen, unsympathischen Arschlöcher, die den ganzen Spaß verderben. Wer bei FICKO mitmachen will, muss sympathisch sein. Das hört sich selbst nicht so sympathisch an, aber manchen muss man es deutlich sagen. Also kein “Eyyy, ich bin Redakteur bei FICKO!”, “Also ich mach ja Kultur” etc.

Wer Bock hat, kann sich hier anmelden.

Die FICKO-Redaktion