<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Es ist nur Romantik</title>
	<atom:link href="http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/</link>
	<description>Magazin für gute Sachen. Und gegen schlechte.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 00:05:20 +0100</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: form</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-418</link>
		<dc:creator>form</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:54:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-418</guid>
		<description>Achja, ein kleiner Nachtrag und eine sehr schöne Umsetzung wahrer Liebesgefühle:
http://dilovan88.npage.de/eigene_gedichten_93619929.html

Mein Lieblingsgedicht:

&quot;Wenn du mich hasst
Dann bist du Sonderschüler
Wenn du mich magest 
Dann bist du Hauptschüler
Wenn du mich vermisst
Dann bist du Realschüler
Wenn du mich liebest
Dann bist du Gymnasiast&quot;

Schön, dass die Jugend von heute noch Gefühle zeigen kann, wir waren ja früher nie so. Wir ja nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Achja, ein kleiner Nachtrag und eine sehr schöne Umsetzung wahrer Liebesgefühle:<br />
<a href="http://dilovan88.npage.de/eigene_gedichten_93619929.html" rel="nofollow">http://dilovan88.npage.de/eigene_gedichten_93619929.html</a></p>
<p>Mein Lieblingsgedicht:</p>
<p>&#8220;Wenn du mich hasst<br />
Dann bist du Sonderschüler<br />
Wenn du mich magest<br />
Dann bist du Hauptschüler<br />
Wenn du mich vermisst<br />
Dann bist du Realschüler<br />
Wenn du mich liebest<br />
Dann bist du Gymnasiast&#8221;</p>
<p>Schön, dass die Jugend von heute noch Gefühle zeigen kann, wir waren ja früher nie so. Wir ja nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sermin</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-410</link>
		<dc:creator>Sermin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 20:27:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-410</guid>
		<description>@ sonja: ich sehe das genauso. man sollte irgendwie seinen eigene Weg finden, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Habe mir vor einem Jahr &quot;Liebesbriefe großer Frauen&quot; gekauft. Und ich muss Dir Recht geben. Es ist keine gefühlsduselei, es geht um wahre Liebe. Menschen die sich finden und nicht verlieren wollen und vorallem, um Alltagsprobleme, was ich persönlich sehr interessant finde. 

@Jens: Romantik darf nichts alltägliches sein. Es ist was besonderes und ich möchte nicht durch bestimmte Lieder, das erzwungene Gefühl der Tiefe und der Liebe empfinden müssen, nur weil alle Radiosender meinen Rose und Jack seien das Liebespaar der Filmgeschichte.

Woran liegt das, das wir nicht wissen bei wem wir Gefühle zeigen dürfen und bei wem nicht? Hier muss ich dann auf Davids Kommentar verweisen. Sind das die ironischen, von Selbstschutz geplagten Menschen? Oder sind das vielleicht doch Männer und Frauen, die einfach zu tieferen Gefühlen nicht fähig sind?

@ Aron: es wäre schön wenn es so einfach wäre, aber auch ein Appell den ich unterstützen würde. Lassen wir die riesen Teelichtherzen beiseite und finden unseren eigenen, neuen Weg zu Romantik, wichtig ist nur, wir tun etwas.

@ David: Mein lieber Freund, ich bin bis ins tiefste Mark mit Dir d´accord.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ sonja: ich sehe das genauso. man sollte irgendwie seinen eigene Weg finden, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Habe mir vor einem Jahr &#8220;Liebesbriefe großer Frauen&#8221; gekauft. Und ich muss Dir Recht geben. Es ist keine gefühlsduselei, es geht um wahre Liebe. Menschen die sich finden und nicht verlieren wollen und vorallem, um Alltagsprobleme, was ich persönlich sehr interessant finde. </p>
<p>@Jens: Romantik darf nichts alltägliches sein. Es ist was besonderes und ich möchte nicht durch bestimmte Lieder, das erzwungene Gefühl der Tiefe und der Liebe empfinden müssen, nur weil alle Radiosender meinen Rose und Jack seien das Liebespaar der Filmgeschichte.</p>
<p>Woran liegt das, das wir nicht wissen bei wem wir Gefühle zeigen dürfen und bei wem nicht? Hier muss ich dann auf Davids Kommentar verweisen. Sind das die ironischen, von Selbstschutz geplagten Menschen? Oder sind das vielleicht doch Männer und Frauen, die einfach zu tieferen Gefühlen nicht fähig sind?</p>
<p>@ Aron: es wäre schön wenn es so einfach wäre, aber auch ein Appell den ich unterstützen würde. Lassen wir die riesen Teelichtherzen beiseite und finden unseren eigenen, neuen Weg zu Romantik, wichtig ist nur, wir tun etwas.</p>
<p>@ David: Mein lieber Freund, ich bin bis ins tiefste Mark mit Dir d´accord.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: form</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-406</link>
		<dc:creator>form</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 15:40:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-406</guid>
		<description>Ja genau, jenseits des ironischen Abfalls. 

Ich würde Aron stark widersprechen, dass die Romantik Kai Pflaume hervorbringt. Ich denke eher, dass es ein Zeichen entherzlichter Verarmung ist, dass viele Menschen derart gefühlsarm leben, dass sie (drei &quot;dass&quot;, King of Kausalismus!) schon von schwülstiger Sat1-Kwarkung überwältigt werden. 
Wir leben doch eben gerade weiß Gott nicht in einer romantischen Welt. Ich zitiere die Wikipedia: &quot;Die Grundthemen der Romantik sind Gefühl, Leidenschaft, Individualität und individuelles Erleben sowie Seele, vor allem die gequälte Seele.&quot; Bis auf die Individualität findet sich ja wohl eher weniger in unserer Gesellschaft. Weshalb Gefühle und Leidenschaft und alles sonstige Innere sehr schnell abgewürgt und unterdrückt werden. Man muss sich im Griff haben, kontrolliert sein und die wirkliche Akzeptanz von Individualität kann ich auch nicht in vollem Umfang entdecken. 

Ich glaube, dass das Lächerlichmachen das Totschlagen von heute ist. Menschen messen ihren Wert daran, als wie cool sie gelten, wie hoch der Marktwert ihres Images ist. Da ist es natürlich gefährlich, seine intimsten Gefühle preiszugeben. 

Wie viele Handlungen relativ einfacher Art, z.B. mal die Meinung sagen, werden unterdrückt, aus der Angst, ausgelacht oder belächelt zu werden?

Genauso wie es ziemlich schwierig ist, jemanden dazu zu bringen, seine Träume vor einem Publikum auszubreiten, weil man ausgelacht werden könnte (-&gt; der soziale Tod), wird auch die Beschäftigung mit den Gefühlen verdrängt. Und Liebe ist nun mal ein sehr starkes, großes, schönes Gefühl. 
Weil nun die Umstände (Gutmenschlichkeit -&gt;Hippies, peinlich; Liebe -&gt; Kitsch, peinlich; Unrechtsempfinden -&gt; Memm nicht rum, peinlich; Sonnenuntergänge -&gt; Kitsch, peinlich) zumindest unter den mechanisch Intelligenten (emotional aber recht verwahrlosten) dazu führen, dass das Hirn dem Herz nicht wirklich dabei hilft, irgendwie klar zu kommen, sind auch nur die vermeintlich unteren Schichten fähig zu großen Gefühlsartikulationen. Weil sie nicht wissen, dass nach Baudrillard ja Liebesbriefe poststrukturalistisch-protofaschistische Signifikanten einer antihermeneutischen Quastozyplophie sind. 

Eine Freundin von mir postet bei Facebook das Bild eines Sonnenuntergangs, entschuldigt sich aber gleich in der Unterschrift, dass &quot;da wohl der Kitsch-Button gedrückt&quot; wurde. Als sie ihr Handy in Rom gestohlen bekommt, ist auch das im Fb-Status ein &quot;Klischee&quot;. 
Statt den wirklich sehr schönen Sonnenuntergang ganz einfach als wirklich sehr schönen Sonnenuntergang zu sehen, der er nun mal ist, wird lieber die Distanz gewählt. Als wäre die Sonne ironiefähig, als würde sie ihr Licht nicht ernst meinen. Die geht halt unter und das sieht mitunter wunderschön aus, dass einem ganz anders werden kann. 
Weil wir aber Angst haben, dass das lächerlich wirken könnte, distanzieren wir uns lieber zur Sicherheit von möglichst allem, was wir sagen und schaffen uns so sein Netz von Möglichkeiten, alles vielleicht doch doppelt ironisch gemeint haben zu können, so dass man sich a) nicht festlegen muss und b) nicht uncool wird. Ich kenn das ja selbst und mach es auch oft genug, aber an sich ist es Quatsch. Man kann auch mal einen Sonnenuntergang einen Sonnenuntergang sein lassen und muss nicht immer an etwaige Auswirkungen aufs Fremdbild denken. 

Das hindert dann nämlich im entscheidenden Moment daran, den Mut zusammenzunehmen bzw. überhaupt die &quot;Routine&quot; zu haben, sich mit sich selbst genug beschäftigt zu haben um zu wissen, wie man dann etwaigen Objekten der Begierde gegenüber auftritt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja genau, jenseits des ironischen Abfalls. </p>
<p>Ich würde Aron stark widersprechen, dass die Romantik Kai Pflaume hervorbringt. Ich denke eher, dass es ein Zeichen entherzlichter Verarmung ist, dass viele Menschen derart gefühlsarm leben, dass sie (drei &#8220;dass&#8221;, King of Kausalismus!) schon von schwülstiger Sat1-Kwarkung überwältigt werden.<br />
Wir leben doch eben gerade weiß Gott nicht in einer romantischen Welt. Ich zitiere die Wikipedia: &#8220;Die Grundthemen der Romantik sind Gefühl, Leidenschaft, Individualität und individuelles Erleben sowie Seele, vor allem die gequälte Seele.&#8221; Bis auf die Individualität findet sich ja wohl eher weniger in unserer Gesellschaft. Weshalb Gefühle und Leidenschaft und alles sonstige Innere sehr schnell abgewürgt und unterdrückt werden. Man muss sich im Griff haben, kontrolliert sein und die wirkliche Akzeptanz von Individualität kann ich auch nicht in vollem Umfang entdecken. </p>
<p>Ich glaube, dass das Lächerlichmachen das Totschlagen von heute ist. Menschen messen ihren Wert daran, als wie cool sie gelten, wie hoch der Marktwert ihres Images ist. Da ist es natürlich gefährlich, seine intimsten Gefühle preiszugeben. </p>
<p>Wie viele Handlungen relativ einfacher Art, z.B. mal die Meinung sagen, werden unterdrückt, aus der Angst, ausgelacht oder belächelt zu werden?</p>
<p>Genauso wie es ziemlich schwierig ist, jemanden dazu zu bringen, seine Träume vor einem Publikum auszubreiten, weil man ausgelacht werden könnte (-&gt; der soziale Tod), wird auch die Beschäftigung mit den Gefühlen verdrängt. Und Liebe ist nun mal ein sehr starkes, großes, schönes Gefühl.<br />
Weil nun die Umstände (Gutmenschlichkeit -&gt;Hippies, peinlich; Liebe -&gt; Kitsch, peinlich; Unrechtsempfinden -&gt; Memm nicht rum, peinlich; Sonnenuntergänge -&gt; Kitsch, peinlich) zumindest unter den mechanisch Intelligenten (emotional aber recht verwahrlosten) dazu führen, dass das Hirn dem Herz nicht wirklich dabei hilft, irgendwie klar zu kommen, sind auch nur die vermeintlich unteren Schichten fähig zu großen Gefühlsartikulationen. Weil sie nicht wissen, dass nach Baudrillard ja Liebesbriefe poststrukturalistisch-protofaschistische Signifikanten einer antihermeneutischen Quastozyplophie sind. </p>
<p>Eine Freundin von mir postet bei Facebook das Bild eines Sonnenuntergangs, entschuldigt sich aber gleich in der Unterschrift, dass &#8220;da wohl der Kitsch-Button gedrückt&#8221; wurde. Als sie ihr Handy in Rom gestohlen bekommt, ist auch das im Fb-Status ein &#8220;Klischee&#8221;.<br />
Statt den wirklich sehr schönen Sonnenuntergang ganz einfach als wirklich sehr schönen Sonnenuntergang zu sehen, der er nun mal ist, wird lieber die Distanz gewählt. Als wäre die Sonne ironiefähig, als würde sie ihr Licht nicht ernst meinen. Die geht halt unter und das sieht mitunter wunderschön aus, dass einem ganz anders werden kann.<br />
Weil wir aber Angst haben, dass das lächerlich wirken könnte, distanzieren wir uns lieber zur Sicherheit von möglichst allem, was wir sagen und schaffen uns so sein Netz von Möglichkeiten, alles vielleicht doch doppelt ironisch gemeint haben zu können, so dass man sich a) nicht festlegen muss und b) nicht uncool wird. Ich kenn das ja selbst und mach es auch oft genug, aber an sich ist es Quatsch. Man kann auch mal einen Sonnenuntergang einen Sonnenuntergang sein lassen und muss nicht immer an etwaige Auswirkungen aufs Fremdbild denken. </p>
<p>Das hindert dann nämlich im entscheidenden Moment daran, den Mut zusammenzunehmen bzw. überhaupt die &#8220;Routine&#8221; zu haben, sich mit sich selbst genug beschäftigt zu haben um zu wissen, wie man dann etwaigen Objekten der Begierde gegenüber auftritt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Aron</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-403</link>
		<dc:creator>Aron</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 09:49:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-403</guid>
		<description>Die Etymologie des Begriffs Romantik spricht von einer Hinwendung des Romantikers zum eignen innern. Eine Welt nun, wie unserer, in der das Ich das Maß aller Dinge ist, ist eine romantische Welt. 
Sie gebiert: Kai Pflaume.
Na ja.
In ihrer Demokratisierung, nun als Massenware ( &quot;Liebesbriefe großer Männer&quot; - urrgs - interessanter vielleicht: Die Liebesbriefe kleiner Frauen :) ), wird die Romantik damit für die empfindsamen Seelen zur Plattitüde. Wer es wagt den Denkapparat dauerhaft mit dem Herzen zu verkoppeln - kann sich bei derlei nur Fremdschämen. Romantik wird zum Kitsch. 
Die Schmetterlinge im Bauch – dann und wann – bleiben.
Es ist an uns, dafür zeitgemäße, bessere Bilder als Herzen aus Teelichtern zu finden – jenseits des ewig Ironischen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Etymologie des Begriffs Romantik spricht von einer Hinwendung des Romantikers zum eignen innern. Eine Welt nun, wie unserer, in der das Ich das Maß aller Dinge ist, ist eine romantische Welt.<br />
Sie gebiert: Kai Pflaume.<br />
Na ja.<br />
In ihrer Demokratisierung, nun als Massenware ( &#8220;Liebesbriefe großer Männer&#8221; &#8211; urrgs &#8211; interessanter vielleicht: Die Liebesbriefe kleiner Frauen <img src='http://www.ficko-magazin.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), wird die Romantik damit für die empfindsamen Seelen zur Plattitüde. Wer es wagt den Denkapparat dauerhaft mit dem Herzen zu verkoppeln &#8211; kann sich bei derlei nur Fremdschämen. Romantik wird zum Kitsch.<br />
Die Schmetterlinge im Bauch – dann und wann – bleiben.<br />
Es ist an uns, dafür zeitgemäße, bessere Bilder als Herzen aus Teelichtern zu finden – jenseits des ewig Ironischen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Molly</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-402</link>
		<dc:creator>Molly</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 08:54:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-402</guid>
		<description>Danke.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jensenmann</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-401</link>
		<dc:creator>jensenmann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 23:20:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-401</guid>
		<description>selten äußere ich mich zur romantik - da sie selten ernst verhandelt wird (von daher dank für die anregung!). sie ist als schlagwort den genannten kai pflaume-konzepten, kuschelrock-cds etc nah, doch sowas hat, wie festgestellt, nichts damit zu tun. 

das liegt unter anderem an den beobachteten medialen schwellen der leinwand, des bildschirms und des medial verkauften gefühls per tonträger. warum sonst wurde der titelsong von titanic &quot;my heart will go on&quot;? weil er immer on and on and on and on and on and on in sämtlichen lebenslagen verfügbar ist und ein gefühl nach der medial bekannten romantik &quot;zwischendurch&quot; im drei minuten takt wiederholbar befriedigen kann.

romantik hat etwas mit dem bewußtsein der vergänglichkeit zu tun...und mit dem bewußtsein, dass wir aus mehr bestehen als aus bloßer anatomie, dass es eine gluthölle der gefühle gibt und andererseits einen stillen mond in unserer brust, der die fähigkeit hat, über lange strecken für ein einziges gegenüber zu weinen.

die mitteleuropäische kulturgeschichte ist (grob vereinfacht) ein ständiger wechsel zwischen kopf- und bauchgefühlen...romanik (kopf), gotik (bauch), renaissance (kopf), barock (bauch), klassizismus (kopf), romantik (bauch)...und dann schliddern wir so langsam schon über preußisches tschingderassabumm in die moderne... (wie gesagt, sehr vereinfacht!)

aber was den bauchbewegungen eigen war: die vergänglichkeit im bewußtsein des eigenen körpers und geistes und der gefühle, die sie empfinden....warum sonst feiern wir jedes jahr sylvester und sonstige angelegenheiten mit feuerwerk? es ist eine erfindung (jedenfalls europäisch gesehen) des barock, das die sinne in den vordergrund stellt, und die vergänglichkeit bewusst macht und sie uns umso mehr genießen lässt...(hau rein, die gefühle sind das schönste was wir haben...oder, je nachdem, &quot;was gott uns gegeben hat&quot;)

und da kommen wir zu der ebenfalls erwähnten ehrlichkeit und selbstlosigkeit, sich darzustellen was die eigenen gefühle angeht: in unserer &quot;postmodernen&quot; welt (ich hasse diesen begriff, aber mir fällt zzt kein besserer ein) muss man sich diese selbstlosigkeit erlauben...aber es ist allzu schade, dass man nicht weiß, bei wem man das machen kann (oder auch darf).

ach, das ende ist so trübe.
auf die holde liebesnot 
folgen nöte ohne liebe.
auf das leben folgt der tod.

und, als beitrag eines romantischen lyrikers, der seine profession immer wieder scheitern sieht: 

zeilen, die dem lesenden enteilen,
wie auf n-tv die ducrhslaufzeilen:
ade, ade!
das ist das ende einer gattung...
fragt sich: feuer- oder erdbestattung?
ich bin für see...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>selten äußere ich mich zur romantik &#8211; da sie selten ernst verhandelt wird (von daher dank für die anregung!). sie ist als schlagwort den genannten kai pflaume-konzepten, kuschelrock-cds etc nah, doch sowas hat, wie festgestellt, nichts damit zu tun. </p>
<p>das liegt unter anderem an den beobachteten medialen schwellen der leinwand, des bildschirms und des medial verkauften gefühls per tonträger. warum sonst wurde der titelsong von titanic &#8220;my heart will go on&#8221;? weil er immer on and on and on and on and on and on in sämtlichen lebenslagen verfügbar ist und ein gefühl nach der medial bekannten romantik &#8220;zwischendurch&#8221; im drei minuten takt wiederholbar befriedigen kann.</p>
<p>romantik hat etwas mit dem bewußtsein der vergänglichkeit zu tun&#8230;und mit dem bewußtsein, dass wir aus mehr bestehen als aus bloßer anatomie, dass es eine gluthölle der gefühle gibt und andererseits einen stillen mond in unserer brust, der die fähigkeit hat, über lange strecken für ein einziges gegenüber zu weinen.</p>
<p>die mitteleuropäische kulturgeschichte ist (grob vereinfacht) ein ständiger wechsel zwischen kopf- und bauchgefühlen&#8230;romanik (kopf), gotik (bauch), renaissance (kopf), barock (bauch), klassizismus (kopf), romantik (bauch)&#8230;und dann schliddern wir so langsam schon über preußisches tschingderassabumm in die moderne&#8230; (wie gesagt, sehr vereinfacht!)</p>
<p>aber was den bauchbewegungen eigen war: die vergänglichkeit im bewußtsein des eigenen körpers und geistes und der gefühle, die sie empfinden&#8230;.warum sonst feiern wir jedes jahr sylvester und sonstige angelegenheiten mit feuerwerk? es ist eine erfindung (jedenfalls europäisch gesehen) des barock, das die sinne in den vordergrund stellt, und die vergänglichkeit bewusst macht und sie uns umso mehr genießen lässt&#8230;(hau rein, die gefühle sind das schönste was wir haben&#8230;oder, je nachdem, &#8220;was gott uns gegeben hat&#8221;)</p>
<p>und da kommen wir zu der ebenfalls erwähnten ehrlichkeit und selbstlosigkeit, sich darzustellen was die eigenen gefühle angeht: in unserer &#8220;postmodernen&#8221; welt (ich hasse diesen begriff, aber mir fällt zzt kein besserer ein) muss man sich diese selbstlosigkeit erlauben&#8230;aber es ist allzu schade, dass man nicht weiß, bei wem man das machen kann (oder auch darf).</p>
<p>ach, das ende ist so trübe.<br />
auf die holde liebesnot<br />
folgen nöte ohne liebe.<br />
auf das leben folgt der tod.</p>
<p>und, als beitrag eines romantischen lyrikers, der seine profession immer wieder scheitern sieht: </p>
<p>zeilen, die dem lesenden enteilen,<br />
wie auf n-tv die ducrhslaufzeilen:<br />
ade, ade!<br />
das ist das ende einer gattung&#8230;<br />
fragt sich: feuer- oder erdbestattung?<br />
ich bin für see&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: sonja</title>
		<link>http://www.ficko-magazin.de/2010/07/allgemein/es-ist-nur-romantik/comment-page-1/#comment-398</link>
		<dc:creator>sonja</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 21:12:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ficko-magazin.de/?p=1601#comment-398</guid>
		<description>Lustigerweise habe ich mich selbst erst vor einiger Zeit dazu hinreißen lassen, das Buch &quot;Liebesbriefe großer Männer&quot; zu kaufen. Ich hatte anfangs ehrlich gesagt auch etwas gezögert: Ich hatte ein wenig Angst vor dem Kitsch, der mich erwarten würde, doch das trat seltsamerweise nicht ein- im Gegenteil, denn die Liebesbriefe handelten nicht von kleinen peinlichen Schwärmereien, sondern von wahrer, aufrichtiger, ehrlicher Liebe. 
Romantik ist für mich kein (!) Liebesbrief, eine Rose zum Valentinstag oder ein Candle Light Dinner. Es ist, meiner Ansicht nach, den Mut aufzubringen, jemand andern aus tiefster Seele seine ehrlichen Gefühle zu gestehen. Ohne Angst sich zu blamieren (eine Rose dient nur der dramatischen Unterstreichung). Wer hat heute denn schon den Mumm dazu? Ich denke, Romantik ist zeitlos. Es existiert, wie du (Sermin) ja schon meintest, heute einfach in einer anderen Art und Form. Während Liebesbriefe vielleicht zu Zeiten Goethes, Schiller u.a. möglichst schwülstigt und bedeutungsschwanger (was wohl auch hptsl. an der Ausdrucksweise liegt) daher kamen, haben sie doch an ihrer Wirkung und Bedeutung in der &quot;modernen&quot; Welt nichts verloren. Ich finde, ehrliche Romantik ist sogar wichtiger denn je.
Was das Phänomen Kai Pflaume angeht, bin ich der Meinung, dass mehr die Art und Weise wie das Thema vermarktet wird, die Fremdscham und den Ekel auslöst, nicht die Liebesgeständnisse oder die Romantik selbst. Dass die Öffentlichkeit an solchen Themen hochgradig interessiert ist, zeigen die Erfolge der unzähligen Liebesfilme und Liebesromane. Es hat immer so eine gewisse Intimität, die uns (Männlein wie Weiblein) sehr nahe geht, die uns selbst an eigene Erlebnisse oder Wünsche erinnert- unabhängig davon ob wir live dabei sind oder es nur gespielt wird. Es ist bei einer Art &quot;Reality-Show&quot; nur einfach irgendwie unangenehm, Menschen so nahe zu sein, die man eigentlich nicht kennt. Man fällt in die Rolle eines Voyeurs, der man eigentlich gar nicht sein will. Da ist oft die Distanz, die einem ein Buch oder die Kinoleinwand bietet, angenehmer. 
Vielleicht ist es zu hart, aber wer Liebesbriefe &quot;meistens abgedroschen und kitschig&quot; findet, hat wohl einfach noch nie eine derartig ehrlich gemeinte Botschaft bekommen oder war selbst noch nie in der Lage seine Gefühle für einen andern so offen und selbstlos darzulegen. Sonst wüsste er wie besonders und einzigartig so etwas ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lustigerweise habe ich mich selbst erst vor einiger Zeit dazu hinreißen lassen, das Buch &#8220;Liebesbriefe großer Männer&#8221; zu kaufen. Ich hatte anfangs ehrlich gesagt auch etwas gezögert: Ich hatte ein wenig Angst vor dem Kitsch, der mich erwarten würde, doch das trat seltsamerweise nicht ein- im Gegenteil, denn die Liebesbriefe handelten nicht von kleinen peinlichen Schwärmereien, sondern von wahrer, aufrichtiger, ehrlicher Liebe.<br />
Romantik ist für mich kein (!) Liebesbrief, eine Rose zum Valentinstag oder ein Candle Light Dinner. Es ist, meiner Ansicht nach, den Mut aufzubringen, jemand andern aus tiefster Seele seine ehrlichen Gefühle zu gestehen. Ohne Angst sich zu blamieren (eine Rose dient nur der dramatischen Unterstreichung). Wer hat heute denn schon den Mumm dazu? Ich denke, Romantik ist zeitlos. Es existiert, wie du (Sermin) ja schon meintest, heute einfach in einer anderen Art und Form. Während Liebesbriefe vielleicht zu Zeiten Goethes, Schiller u.a. möglichst schwülstigt und bedeutungsschwanger (was wohl auch hptsl. an der Ausdrucksweise liegt) daher kamen, haben sie doch an ihrer Wirkung und Bedeutung in der &#8220;modernen&#8221; Welt nichts verloren. Ich finde, ehrliche Romantik ist sogar wichtiger denn je.<br />
Was das Phänomen Kai Pflaume angeht, bin ich der Meinung, dass mehr die Art und Weise wie das Thema vermarktet wird, die Fremdscham und den Ekel auslöst, nicht die Liebesgeständnisse oder die Romantik selbst. Dass die Öffentlichkeit an solchen Themen hochgradig interessiert ist, zeigen die Erfolge der unzähligen Liebesfilme und Liebesromane. Es hat immer so eine gewisse Intimität, die uns (Männlein wie Weiblein) sehr nahe geht, die uns selbst an eigene Erlebnisse oder Wünsche erinnert- unabhängig davon ob wir live dabei sind oder es nur gespielt wird. Es ist bei einer Art &#8220;Reality-Show&#8221; nur einfach irgendwie unangenehm, Menschen so nahe zu sein, die man eigentlich nicht kennt. Man fällt in die Rolle eines Voyeurs, der man eigentlich gar nicht sein will. Da ist oft die Distanz, die einem ein Buch oder die Kinoleinwand bietet, angenehmer.<br />
Vielleicht ist es zu hart, aber wer Liebesbriefe &#8220;meistens abgedroschen und kitschig&#8221; findet, hat wohl einfach noch nie eine derartig ehrlich gemeinte Botschaft bekommen oder war selbst noch nie in der Lage seine Gefühle für einen andern so offen und selbstlos darzulegen. Sonst wüsste er wie besonders und einzigartig so etwas ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

