Veröffentlicht von form am7. Apr 2010
Krieg spielen mit echten Toten
Die US-Army erschießt elf unbewaffnete Zivilisten.
Ich bemühe mich jetzt mal ganz stark um objektive Informationsverbreitung, denn eigentlich juckt es mir sehr in den Fingern, meine Wut auch in Ausdrücke zu verpacken. Aber dann erreicht man ja auch nichts. Nun ja, wer also immer noch der Meinung ist, dass Krieg manchmal eben einfach nötig sei, der schaue sich dieses Video an.
Man kann Wikileaks danken, dass sie es veröffentlichen, die eigentlichen, eingebetteten Meldungen aus Kriegsgebieten jucken ja meist keinen.
So musste ich mit Verwundern in der Heimat feststellen, dass die Nachricht, dass die Bundeswehr auch mal eben sechs Afghanen erschoss, überhaupt nicht erwähnt wurde in der total überraschenden Nachricht, dass drei Soldaten gestorben sind. Was denken die denn? Wenn Deutschland 140 Leute, darunter viele Zivilisten und Kinder, zerbombt, dann ist das fair, aber wenn Taliban Soldaten angreifen, dann ist es ein feiger Hinterhalt? In welchem Land ist nochmal welche Armee? Die Nackenwirbel und die Stimmbänder verhindern, dass man adäquat den Kopf schüttelt und schreit.
Weil hier gerade die Zeit fehlt, verweise ich auf die guten Texte bei Spreeblick und der Tagesschau, wer noch mehr hat, darf die gern in die Kommentare hier posten.





Zapp-Bericht über die großen Medien und die Verzögerung:
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/wikileaks102.html