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Tufu, Sichtbeton und der Zustand von HipHop

Tufu, Sichtbeton und der Zustand von HipHop

Ich weiß, an sich sollte ich mich nicht über solche Artikel aufregen.

Schließlich bin ich es seit bestimmt zehn Jahren gewohnt, entweder von Rappern, von verbitterten Oldschoolern oder von Musikjournalisten (also richtige Musik, mit Gitarren und so) zu hören, wie tot doch HipHop sei.

Aber so ein bisschen dumm ist es ja doch, jedes Mal bei den sehr wenigen HipHop-Alben, die es beispielsweise in den Musikexpress schaffen, von dieser ominösen HipHop-Krise zu hören. Ich sehe eher eine Hirn- und Intelligenzkrise, die schon 40.000 Jahre durch die Menschheit wütet und im Journalismus oder Rap natürlich auch nicht stehen bleibt.

Obendrein kamen gerade

Spastik Desaster,

Logistik,

das gestern bei mir eingereiste, sehr schöne neue Sichtbetonalbum “Zurück” (Snippet“Fruchtsaft und Mädchen” im Dexterremix von der Juice-CD),

das neue MisanthropalbumDas Leben ist kein Ponyhof“,

in ein paar Tagen das mattr & Ira Lee Album “never trust the people” (unter dem Projektnamen “little eskimo”)

und jetzt obendrein noch “Die Symbolik des Mastschweins” heraus. Zum Download.

Letzteres ist von Tufu und hervorragend angenehm. Rap-Rap der besten Sorte. Überhaupt macht der Herr aus Neuwied so krass gute Beats, es ist kaum zu fassen. Hörts euch an.

Das einzige, was in der Krise ist, ist die Ahnung von HipHop-fernen Journalisten. Ist aber auch ok, dann kommt wieder mehr Musik von Leuten, die Bock auf Rap haben und es nicht nur tun, weil sie irgendwie berühmt werden wollen.

Rap ist wieder untergrund, yüar!

Passend dazu auch noch dieser schön geschriebene Artikel auf rap.de von der wöchentlichen Finyl Lesson in Friedrichshain.

Der Typ auf dem Foto von 2006 hatte 2007 beim Backnanger Straßenfest dann dieses T-Shirt an. Tss, diese Jugend…

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One Response to “Tufu, Sichtbeton und der Zustand von HipHop”
  1. form form sagt:

    Ja, eigentlich ging es bei der SZ gar nicht so sehr um den Rap, den ich jetzt hier vorgestellt habe, sondern um die Milliardenindustrie. Trotzdem ist einem Titel wie “Tot, toter, HipHop” natürlich zu widersprechen.
    Solange es http://www.stophiphop.de gibt, muss da ja was leben.

    Weitere interessante Artikel in Replik oder im Bezug auf das Thema:

    http://www.78s.ch/2009/12/14/die-nullerjahre-gehorten-dem-hip-hop/

    http://www.zib21.com/museum-des-21-jahrhunderts/ist-der-hiphop-tatsachlich-tot-falsche-frage/ (mit äußerst hochgebildeten Kommentaren, wenns so nur bei mzee ausschauen würde)

    http://www.wildstylemag.com/index.php/magazine/blogs/Tot-toter-Hip-Hop-Wie-Rap-zu-sterben-gelernt-hat.html

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